BannerbildBannerbildBannerbild
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Laucha

Einwohnerzahl: 511   (Stand: Mai 2026)

Lage und Verwaltung

Laucha ist ein Ortsteil der Landgemeinde Hörsel und erstreckt sich über 665 Hektar, im Nordwesten des thüringischen Landkreises Gotha. Zum Landkreis Gotha gehören 61
Gemeinden und 5 Städte. 

 

Innerhalb der Gemeinde Hörsel liegt Laucha im Südwestlichen Teil, angrenzend an den Gemarkungen Mechterstädt, Teutleben, Fröttstädt, Hörselgau, sowie der nächst größeren Stadt Waltershausen. Waltershausen befindet sich allerdings nicht in der Gemeinde Hörsel.


Im Ortskern von Laucha, fliest das gleichnamige Gewässer „Laucha“ entlang, die sich einmal durch den ganzen Ort erstreckt.


Der Ort Laucha ist nah gelegen der Autobahn „A4“. Es gibt aber keine direkte Abfahrt oder
Zufahrt nach Laucha. 

 

Gotha ist ca. 12 Kilometer von Laucha entfernt. Erfurt, die Landeshauptstadt von Thüringen, ca. 35 Kilometer.


Ebenso verfügt Laucha über ein Gewerbegebiet. Im Süden des Ortsteiles Laucha befindet sich das Gewerbegebiet "Über der großen Wiese", mit direktem Anschluss an die Abfahrt Waltershausen und Landstraße L3007.

Gemeinde- und Infrastruktur

Laucha liegt auf 298 m ü NN, auf einer Fläche von 6,65 km². Zum Zeitpunkt Februar 2024 umfasst der Ortsteil 552 Einwohner und ist somit der dritt größte Ortsteil der Gemeinde Hörsel. Die Eingemeindung in die Gemeinde Hörsel erfolgte am 1. Dezember 2011.
 

In der Ortsmitte findet sich die St.-Kilians-Kirche ein. 1719 fiel die Kirche einem Großbrand zum Opfer und wurde von 1720 an, als barocke Saalkirche neu aufgebaut. Ebenso befindet sich hier das Wasserschloss Laucha, im Park des Ortes. Dieser ist nicht nur durch eine Parkgaststätte symbolisiert, sondern auch durch einen Teich im Herzen der Grünanlage. Das Wasserschloss wurde besitzergriffen durch die Familie v. Hopfgarten im Jahr 1714. Hieraus entstand auch das Wirtschaftsgebäude. Bis heute sind die Gebäude und die Anlage zu sehen. Weiterhin besitzt Laucha eine Riethmühle, die bis heute bewohnt wird. Außerdem zwei Kriegerdenkmäler, an die Gefallenen Soldaten des ersten und zweiten Weltkrieges. Weiterhin befindet sich im Park in Laucha ein Gedenkstein. Dieses Merkmal soll an die Verbrüderung der Männergesang-Vereine von Laucha und Ulfen im Jahr 1990 erinnern.

 

Laucha ist nicht nur mit dem Auto gut zu erreichen, sondern bietet auch mehrere Rad- und Fernwanderwege an. So auch der Radfernweg Thüringer Städtekette, der direkt durch den
Ortsteil führt.

Kulturelles Leben

Das kulturelle Leben in Laucha ist von großer Bedeutung. So spielen die Vereine in Laucha eine zentrale Rolle für Kultur und Gesellschaft. Aber auch abseits der Vereine engagieren sich viele Personen und Firmen für ein kulturelles Leben in und um Laucha. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle allen Freiwilligen, die dieses Zusammenleben möglich machen. So erstrecken sich über das Jahr mehrere Feste und Feierlichkeiten, die den Bewohnern von Laucha und
umliegenden Dörfern und Städten Kulturelles bieten.

Geschichte

Sowohl der Dreißigjährige Krieg wie auch der Großbrand im Dorf von 1719 brachten großes Unheil mit sich. Anfang des 18. Jahrhunderts erfolgten unter Friedrich von Hopffgarten, der das Gut 1714 erworben hatte, weitere Umbauten. Das entstandene, sogenannte Weiher-Schloss hatte eine ungewöhnliche Bauform, angelehnt an das berühmte Toppler-Schlösschen in Rothenburg ob der Tauber. Das massive steinerne Erdgeschoss über rechteckigem Grundriss hatte ein gotisches Tor und kleine schlitzartige Fenster. Darüber erhob sich ein Fachwerkgeschoss mit Butzenscheibenfenstern, das über das Erdgeschoss kragte und dem Bau damit einen besonders romantischen Eindruck verlieh. Im Inneren befand sich ein Renaissance-Kamin mit reichen Verzierungen und der Jahreszahl 1589. Das Schloss war ab Mitte des 19. Jahrhunderts unbewohnt. Laucha gehörte nach dem Erwerb durch die Herren von Hopffgarten bis zur Aufhebung der Patrimonialgerichte Mitte des 19. Jahrhunderts zum Hopffgartenschen Gericht im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg bzw. Sachsen-Coburg und Gotha. 1945 wurde zunächst der Schlosspark weitgehend abgeholzt, 1947/48 das Schloss abgetragen. Einsprüche von Denkmalpflegern hatten keinen Erfolg. Der Abriss erfolgte auf der Grundlage des Befehls 209 der sowjetischen Besatzungsmacht zur Beseitigung von Adelssitzen. Erhalten sind noch ein Wirtschaftsgebäude aus Fachwerk, der große Weiher und nachgewachsener Park. An der Stelle des Schlosses steht jetzt die Parkgaststätte. Am 18. März 1994 war Laucha eine der sieben Gründungsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Hörsel. Durch Beschluss des Thüringer Landtags am 16. November 2011 konnte die Verwaltungsgemeinschaft Hörsel zum 1. Dezember 2011 aufgelöst und durch einen freiwilligen Zusammenschluss der zehn bisher selbstständigen Gemeinden Aspach, Ebenheim, Fröttstädt, Hörselgau, Laucha, Mechterstädt, Metebach, Teutleben, Trügleben und Weingarten die Landgemeinde Hörsel neu gebildet werden.

Ortschaftsbürgermeister

Der aktuelle Ortschaftsbürgermeister (Link zum Ortschaftsbürgermeister) kann nur per Mail oder Telefon erreicht werden. Dies dient als Übergangslösung. Aufgrund des Verkaufs des Gemeindehauses, durch die Gemeinde Hörsel und eines Neubaus hiervon, hat der Bürgermeister aktuell kein Büro mit Sprechzeiten. 

E-Mail: / Tel.: 01743239186

Ortschaftsrat Laucha

  • Ronald Graul

  • Robert Kaufmann

  • Frank Albrecht

  • Steffen Reinhardt

  • Johannes Weist

  • Christian Trapp