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Die Kirche in Aspach

Kirche Aspach

Die alte Kirche zu Aspach wurde anno 1417 erbaut. Den Namen erhielt sie nach dem Heiligen Ullrich. Diese Kirche wurde nach päpstlicher Art sehr klein erbaut, hatte im Innenraum nur zwei kleine Fenster und war demzufolge sehr finster. Anno 1614 wurde sie erweitert, der Himmel gemalt, erhielt einen Altar und das Dach wurde neu eingedeckt.

Im Jahre 1708 erfolgte abermals eine Erweiterung und Renovierung. Damals bekam sie zwei große Fenster, eines auf der Ostseite und eines auf der Westseite. Die Wände wurden mit Kalkputz versehen und eine Empore für junge Leute erbaut. Sie war im Innenraum eine einzige Emporkirche, in welcher erst 1755 ein Predigtstuhl im Giebel angebracht wurde. Bis zum Jahr 1698 besaß die Kirche keine Orgel. Dafür kaufte die Gemeinde für 17 Thaler ein Positiv. Im Jahr 1756 wurde ein kleines Orgelwerk mit gutem Klang eingebaut. Im gleichen Jahr ließ der Schultheiß Johann Valentin Roth für 12 Thlr. durch Christoph Engelhardt jun. eine Malerei an der Orgel anbringen.

Wann genau der Kirchturm gebaut wurde, ist heute nicht mehr feststellbar. Er soll beim Bau der alten Kirche 1417 schon vorhanden gewesen sein. Im Quadrat hat er 22 Schuhe, die Breite und die Höhe betrugen 122 Schuhe.
Am Turm wurden viele Reparaturen vorgenommen u.a. erhielt er 1759 eine neue Dachdeckung. Von einer Leiter aus war es möglich, über 2 Treppen zum Geläut emporzusteigen. Im Turm befanden sich 2 Glocken, von denen die große 12 Zentner und die Kleine 7 Zentner schwer war.

Die grössere Glocke hatte folgende Inschrift:

EN EGO CAMPAGNIA NUNOVAM PROMVOLO LAVDO DEVOM VERUM ?; PLEDE VOCO CON CREDO CLERUM - GOTTES WORT BLEIBT EWIG, HERMANN KÖNIG VON ERFURT GOSS MICH; GOTT ALLEIN DIE EHRE, ZUR VERSAMMLUNG DER CHRISTEN RUFE ICH, DASS MIT HERZEN, SINN UND MUND; GOTT LEBEN, PREISEN ZU ALLER STUND, SO OFT SIE LÄUTEN HÖREN; DIE AUFERSTEHUNG ERINNERT WERDEN. 1598.


Die zweite kleinere Glocke hatte keine Aufschrift. Ausser den zwei genannten Glocken war noch eine Schlaguhrglocke oben am Schieferturm in südlicher Richtung angebracht.

Unter der Kirche befand sich ein Gewölbe, welches die Sakristei genannt wurde. Es diente zum Aufbewahren des Leichentuches, der Leichenbahre und anderer Gerätschaften. Auf der Emporkirche befand sich der eigentliche Eingang zum Turm. Die Chronik berichtet, dass vor dem Eingang eine alte, zerschlagene, eiserne Tür zum Eingang führte, die im 30-jährigen Krieg ruiniert worden sein soll.

Die Länge der Kirche betrug 73, die Breite 24 und die Höhe 16 Schuh.

Im Jahr 1867 wurde der Bau einer neuen Kirche beschlossen. Infolgedessen wurde die alte Kirche bis auf den Turm abgerissen. Am 29. Mai 1870 fand die feierliche Grundsteinlegung der neuen Kirche statt. Die neue Kirche wurde am 3. Dezember 1871, so wie sie sich heute noch zeigt eingeweiht.


Im Jahr 1844 wurden mit einem Kostenaufwand von 309 Thlr. alle drei Glocken umgegossen und tragen folgende Inschriften:

Große Glocke:
O, betet den Erlöser an
Erwägt, was er für uns gethan
Und ehret ihn durch Frömmigkeit,
Damit ihr seiner würdig seid.

Mittlere Glocke:
Eine veste Burg ist unser Gott
und mehr als Wehr und Waffe

Kleine Glocke:
Ich bin bestimmt
an diesen Ort, um zu
rufen zu Gotteswort

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